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Hier findet ihr lustige Texte, Lieder und Gedichte, die euch noch aus der Schule bekannt sein dürften. Viel Spass damit. Ich hab lange Zeit nach diesen Sachen gesucht, und mich bei Freunden und Bekannten umgehört, wer mir da weiterhelfen kann. Man findet vieles im Netz, aber leider noch nicht alles.... daher bin ich froh, einiges nachreichen zu können.....

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Schnurpsenzoologie
(Michael Ende)

Im Urwald, Forschern unbekannt,
lebt fröhlich der KAMELEFANT.

Durch Wüstensand trabt mit Gewackel
ein seltnes Tier, der DROMEDACKEL

Im bunten Federkleid ganz leis
meckert im Stall die PAPAGEISS

Mit viel Gequiek und viel Gewerkel
fliegt auf den Baum das MAIKÄFERKEL

Es piekt im Bett mal dort, mal da
gestreift und platt das WANZEBRA

Im Vogelkäfig riesengroß
singt das KANARHINOZEROS

Man zählt erstaunt der Beine sechse
(trotz Schwanz!) bei jederAMEIDECHSE

Durchs Wasser schwimmt mit buntem Fittich
laut zwitschernd der FORELLENSITTICH

Besonders schmerzensreiche Bisse
verursacht uns die NASHORNISSE

Wohl weil er nackt ist, braucht er solch
ein Flügelpaar, der FLEDERMOLCH

Ein Tier mit Haus, das kriecht, nennst du,
wenn's plötzlich hüpft: SCHNECKKÄNGURUH

Es wiehert süß mit offenem Maul
bei Mondenschein der NACHTIGAUL

Mit Hörnern krabbeln durch die Tropen
die FEUERSALAMANTILOPEN

Zum Kämmen brauchst du einen Striegel
und Heldenmut beim KROKODIGEL

Sehr scheu, und ganz und gar kein Krieger,
lebt im Gebirg' der MURMELTIEGER

Durchs Fenster, ohne aufzustehn,
kann der GIRAFFENPINSCHER sehn

Es schlängelt sich, im Maul ein Körnchen,
den Baum hinauf das BLINDSCHLEICHHÖRNCHEN

Du meinst, es gibt kein einz'ges Tier
von allen, die ich nannte hier?
Sei doch so gut und mal sie mir,
dann gibt es sie – auf dem Papier.
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Dunkel wars, der Mond schien helle....
(Autor Unbekannt)

Dunkel war's der Mond schien helle,
Schnee bedeckt die grüne Flur
als ein Auto blitzeschnelle,
langsam um die Ecke fuhr.

Drinnen saßen stehend Leute,
schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschossner Hase,
auf der Sandbank Schlittschuh lief.

Und der Wagen fuhr im Trabe,
rückwärts einen Berg hinauf.
Droben zog ein alter Rabe
grade eine Turmuhr auf.

Ringsumher herrscht tiefes schweigen
und mit fürchterlichem Krach,
spielen in des Grases Zweigen
zwei Kamele lautlos Schach.

Und auf einer roten Parkbank,
die blau angestrichen war,
saß ein blondgelockter Jüngling
mit kohlrabenschwarzem Haar.

Neben ihm ne alte Schrulle,
zählte kaum erst 16 Jahr,
In der Hand ne' Butterstulle,
die mit Schmalz bestrichen war.

Droben auf dem Apfelbaume,
der sehr süße Birnen trug,
hing des Frühlings letzte Pflaume
und an Nüssen noch genug.

Von der regennassen Straße
wirbelte der Staub empor
und der Junge bei der Hitze
mächtig an den Ohren fror.

Beide Hände in den Taschen
hielt er sich die Augen zu.
Denn er konnte nicht ertragen,
wie nach Veilchen roch die Kuh.

Holder Engel, süßer Bengel,
furchtbar liebes Trampeltier.
Du hast Augen wie Sardellen,
alle Ochsen gleichen Dir.

Und zwei Fische liefen munter,
durch das Blaue Kornfeld hin.
Endlich ging die Sonne unter
und der graue Tag erschien.

Und das alles dichtet Goethe
Als er in der Morgenröte
Liegend auf dem Nachttopf saß
Und dabei die Zeitung las.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Die Wahrheit

Ein kleiner Junge geht mit seinen Freunden auf den
Friedhof. Sie beobachten vom weiten eine Beerdigung.
Da sagt er

Meine Mama hat mal gesagt, wen der Herr Gott liebt,
den holt er im Schlaf.

Da denkt sich der Junge, das es eigentlich ganz schön
gefährlich ist, von Gott geliebt zu werden. Er geht
nach Hause, holt seine kleine Schultafel hervor und
schreibt darauf:

Ich werde nie mehr schlafen!

Das versucht er dann auch durchzuziehen. Viele
Nächte schläft er nicht. Er tut alles um wach zu
bleiben. Er taucht seinen Kopf in Wasser mit
Eiswürfeln. Schaut direkt in das Licht einer
Taschenlampe, läuft im Zimmer rum. Schlägt mit dem
Kopf auf die Holzplatte....

Eines Tages merkt er, das seine Lieben um ihn herum
alle schlafen. Da er um seine Familie
bangt, geht in das Zimmer seiner Eltern und weckt
sie mitten in der Nacht auf. Wortlos schieben sie
ihn aus ihrem Schlafzimmer. Da merkt er wie
Selbstmordgefährdet sie doch sind.

Sogar im Werbefernsehen wird zum Massensuizid
aufgerufen - als Grad Werbung für ein Schlafmittel
gebracht wird. Die Mutter kauft dieses Mittel, eine
Art wasserlösliche Brausetablette. Als er wieder mal
fern sieht stellt sie ihm das Mittel hin. Er fühlt
sich bedroht und verbarrikadiert sich im Kinderzimmer.

Nun schalten die Eltern den Onkel ein. Er solls
richten. Der Onkel kommt vorbei und schenkt ihm eine
Schildkröte. Der Onkel sagt:

Diese Schildkröte ist
genau so unzerstörbar wie du. Wenn ihr nichts
passiert, dann passiert dir auch nie etwas.

Da wird der Junge skeptisch und geht an die Landstraße.
Dort legt er die Schildkröte am Rand ins Gras und
wartet ab. Als er in der Ferne einen Lastwagen sieht,
springt der Junge auf die Straße breitet die Arme aus
und kneift die Augen zusammen. Er wollte halt sehen
ob der Onkel Recht hat.
Der Lastwagenfahrer sieht den Jungen aber und fährt
daher am Rand, damit er den Jungen nicht überrollt.
Aber der Fahrer hat die Schildkröte nicht gesehen.
Der Junge öffnet die Augen, nachdem er merkte das
der Laster weg ist und schaut in den Graben. Da lag
die Schildkröte zermatscht.

Da der Onkel immer noch zu Besuch war legt der Junge
die zermatschte Schildkröte in einen Schuhkarton.
Bringt diesen mit in die Küche, wo die Eltern grad
am Essen sind. Der Onkel schaut in die Kiste und
sagt:

Ich werde sie bei mir im Garten beerdigen, du kannst
dich darauf verlassen.

Als Onkel gehen will versteckt sich der Junge am
Eingang. Der Onkel geht heraus und wirft die
zermatschte Schildkröte in die Mülltonne. Da wird dem
Jungen so einiges klar.

Er geht in sein Zimmer, holt die Schultafel hervor
und wischt den Satz - Ich werde nie mehr schlafen -
weg, und schreibt danach :

Die Erwachsenen sagen nicht immer die Wahrheit.

Am selben Abend legt er sich ins Bett und schläft.
Er holt an den darauf folgenden Tagen den Schlaf nach,
den er in den letzten Wochen nicht hatte. Auch hier
sorgen sich die Eltern wieder und rufen den Onkel
erneut. Der Onkel stellt sich an das Bett des Jungen
und sagt:

Junge, du musste hier auch mal raus, sonst fällt dir
die Decke auf den Kopf.

Der junge lächelt den Onkel an, dreht sich um und
schläft weiter. Mitten in der Nacht wird der Junge
wach, weil er mal auf die Toilette muss. Und während
er da so steht und seinem Geschäft nachgeht fängt es
plötzlich fürchterlich an zu rumpeln und zu
scheppern. Solch einen Krach hat er noch nie gehört.
Er geht in sein Zimmer zurück. Und da sieht er die
Zimmerdecke auf seinem Bett liegen und ein klaffendes
Loch über ihm. Die Schultafel liegt halb zerbrochen
auf vor ihm. Nur einige Worte waren noch lesbar.

- Die Wahrheit -

Er schmiss den Rest der Tafel weg und schaute in den
Sternenhimmel, dann lächelte er...



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